10.000 Kilometer zu Fuß durch Europa
Ein deutscher Pilger erreichte Aosta und kam zu uns für eine 'La Vallee'-Neuigkeit
Aosta: 10.000 Kilometer zus Fuß reisen durch Europa. Das ist das Ziel von Danny Fränkel, 24 Jahre alt, aus Gefell in Deutschland. Dieser junge "Europa-Pilger", wie er sich nennt, ist am 19. Februar in Portugal gestartet und kam zuletzt durch Spanien, Frankreich und die Schweiz , erreichte Aosta am vergangenen 29. August. "Bis zum heutigen Tag", erklärte er, "bleiben die größten Emozionen an der Pyrenäendurchquerung hängen. Dort erlebte ich manch heikle Situation, da sie prächtig, aber auch meist gefährlich sind. Das Gebirge machte es mir sehr schwer und oft hatte ich Angst; abe ich überstand es (ganze 6 Wochen)."
Danny Fränkel läuft 17 bis 25 Kilomete am Tag, einziger 2. Mann ist ein dicker Rucksack mit gefüllten 25 Kilogramm, voll mit Ausrüstung und Verpflegung. Zur Orientierung behilft er sich mit Kompass und Karte. Folglich hat er keine technische Apparatur, außer ein Mobiltelefon, welches nur 2 Stunden am Tag eingeschaltet ist, und eine Kopflampe.
Als nächste Etappe steuert er Florenz an, das er über die 'Via Francigena' (Wanderweg) erreicht, und in dessen Nähe er sich 2 Monate durchweg zur Arbeit auf einem Bauernhof aufhalten will. "Der Bedarf, anzuhalten", kommentiert Danny Fränkel, "um etwas die Füße zu kurieren." Seine nächste Absicht ist Südeuropa, der Balkan, bevor er meint, gegen Sommerende 2012 wieder nach Deutschland zurückzukehren. "Dies ist mein aktueller Plan", bestätigt Danny Fränkel, "Das alles hängt vom Aufbruch ab. Wenn mir aber Südost-Europa zu sehr gefällt, werde ich dort bleiben."
Die Finanzen sind nicht mein nachdenklichstes Problem, so Danny Fränkel: Im Durchschnitt gibt er 2-3 Euro am Tag aus, ernährt sich lediglich davon, was die Natur ihm anbietet und schläft im Zelt, stets natürlich. Wie kommt ein junger Bursche auf solch ein Abenteuer, allein und zu Fuß durch Europa? "In Deutschland arbeitete ich (5 Jhre lang) in einer Fabrik", reflektiert Danny Fänkel, "dann, 2009, erlebte ich schmerzhaft, wie eine Krankheit meines Magens durch den Arbeitsrhytmus (Schichten, laute Maschinen, Leimdämpfe und Stress) verursacht wurde. Ich entschloss vor einem Geschwür, mein Leben zu ändern." Für 8 Monate machte er damals schon eine Reise zu Fuß durch Großbritanien, Irland und Frankreich. "Dies war das erste mal, wo ich - jung - alles hinter mir ließ und mich jene Reise einen neuen Horizont entdecken ließ." Bleibt eine Frage: Warum zu Fuß? "Es war das, wonach ich Ausschau hielt (für weniger Naturschädigung) und wodurch es mir besser geht", reflektiert der junge Deutsche, "ich bin mit der Natur im Einklang. Als jene Reise endete war ich nicht mehr derselbe. Während jener und nun dieser Monate verbrachte ich die Tour durch Europa viel mit Fotografieren und Dokumentieren, die wichtig sind zum Berichten und Beschreiben (Diavorträge). Wenn ich nach Deutschland zurückkehre, pupliziere ich ein Buch über diese 2 Reisen."
Verfolgen kann man Danny Fränkel auf der Website www.wanderfalke.eu
Von der Lokalredaktion rvt (übersetzt ins Deutsche: von Danny Fränkel)
29. August 2011